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27. Juni 2003, Naumburg »Kirschfest/Zelt FRN«

Naja, was soll ich sagen? Naumburg und Kirschfest, das sind 2 Begriffe, die quasi die totale Party beinhalten. Wer das genau wissen will, der lese bitte die Einträge vom Vortag oder vom letzen Jahr. Ich will nicht schon wieder so überschwenglich schreiben. Und das müsste ich sonst...

Wie am Vortag sind wir wieder gegen 17 Uhr in Naumburg angekommen. Dieses mal waren wir natürlich 5 Minuten eher, damit wir genügend Zeit zum Ausladen hatten.
Weil es so warm war, taten wir das natürlich oben ohne. Der Veranstalter meinte jedoch beim Anblick von Bastis Plautze, dass diese äußerst geschäftsschädigend wäre. Stattdessen sollte Franzi lieber oben... aber die wollte nicht. Weiber!
Naja, auf jeden Fall mussten wir an dem Tag nur unsere Instrumente mitbringen – nicht die ganze Anlage. Die hatte ein Naumburger Veranstaltungsservice schon bereitgestellt. Das Aufbauen ging so natürlich wahnsinnig schnell. Aber es fehlten dann am Ende doch noch 2 Monitore und Kabel, so dass wir mit Soundcheck dann noch ca. 1 ½ Stunde warten mussten. Die Zeit verkürzte uns eine kurzgerockte Tanzgruppe. Die tänzelten und hopsten da vor uns rum, dass man eigentlich mehr... Aber verflixt, die waren ganz schön jung! Zu jung! Heul!
Das schöne an dem Abend war, dass wir uns mit' ner anderen Band, deren Name mir jetzt ums Verrecken nicht mehr einfallen will, geteilt haben. Das hieß, wir fingen an, damit wir noch was vom Fest mitbekommen konnten...und die andere Band spielt dann bis ultimo...

Kurz nach 21 Uhr waren dann alle Monitore da und es konnte losgehen. Das Zelt war noch mäßig voll – also eigentlich leer, aber mit Beginn des Konzerts füllte es sich schlagartig. Das Publikum war ziemlich durchwachsen. Also vom Alter her sehr unterschiedlich. Nicht verwachsen – das ist unser Ralph Peter! Damit da keine Missverständnisse aufkommen. Zum Publikum... das war innerhalb von 15 Minuten so mannstark vertreten, dass das Zelt komplett voll war. So liebe ich das! Das ist das schöne beim Kirschfest! Die Leute sind einfach nur in Partylaune! Trotz der relativ frühen Uhrzeit herrschte einfach nur eine geile Stimmung! Wir entschlossen uns aufgrund der guten Stimmung dazu, einfach 2½ Stunden durchzuspielen. Im Normalfall macht man da mindestens eine Pause, aber... ach wenn es läuft, dann ist man so im Wahn, dass man seine Erschöpfung gar nicht merkt!

Die Kombination aus Sommer, Zelt, vielen tanzenden Menschen und der Tatsache, dass wir auch nicht grad still stehen konnten führte dazu, dass ich nach 'ner halben Stunde schon komplett durchgeschwitzt war. Das war vielleicht fies! Aber was soll's? Ich konnte Ralph Peter gerade noch davon abhalten, sich wieder seiner Oberbekleidung zu entledigen. Aus polizeilicher Erfahrung weiß ich, dass solche Taten meist Massenhysterien zur Folge haben. Man stelle sich das vor... der zieht sein T-Shirt aus und alles rennt völlig verängstigt Richtung Ausgang... Naja, so weit liess ich es ja nicht kommen.
Stattdessen rockten wir wie im Vollwahn 2½ Stunden durch dieses Zelt und fühlten und zeigten den Mädels, dass wir ziemlich feine Kerle sind!

Am Ende waren wir dann zwar froh, dass wir fertig waren, weil wir kaputt waren. Aber nach 10 Minuten hätte ich schon wieder auf die Bühne gekonnt.
Wir aber verstauten nach 10 Minuten unsere Instrumente im Bus und warfen uns ins Getümmel auf der Festwiese. Das muss so gegen halb 12 gewesen sein. Wie der Abend dann ausgegangen ist – ehrlich, ich weiß es nicht mehr.
Auf jeden Fall war es hell, als ich im Bett lag. Lag ich im Bett? Ich weiß es nicht! Aber ich hab es überlebt! Geiler Abend, geile Stadt, geiles Fest!
Bis zum nächsten Jahr - derMax