15. Juni 2003 Wismar/Berlin – Stones-Konzert
Aufgewacht sind wir alle relativ spät... irgendwann gegen Mittag. Nach einer ausgiebigen Dusche und Nahrungsaufnahme gingen wir noch kurz durch den Hafen, um Geschenke für die Lieben zu erstehen und uns von den ORG-Damen zu verabschieden. Irgendwie hat man immer zu wenig Zeit! So dauerte die Abschiedszeremonie dann auch etwas länger...
Nachdem wir dann unsere Klamotten wieder gepackt und das Hotelzimmer übergeben hatten, ging es dann ab in den Bus und auf nach Berlin. Hier sollten wir am Abend auf die wohl größte Rock'n Roll Band der Welt treffen – "The Rolling Stones"!
Diesmal bin ich nicht gefahren. Und so konnten wir uns die Fahrtzeit mit einem zünftigen Skatblatt verkürzen. Die Zeit verging dann auch wie im Flug und wären mir nicht aller 10 Minuten aufgrund meiner dann doch sehr unnatürlichen Sitzweise – zwischen 2 Sitzen, Beine über Kreuz - die Beine eingeschlafen. Das Konzert sollte 20 Uhr beginnen. Gegen 18 Uhr waren wir auch pünktlich im Olympiastadion. Da war ein Trubel...irre! Menschen, Menschen, Menschen – überall! Aber wir hatten ja Sitzplatzkarten. Dort trafen wir dann auch den Rest der Jenaer Gang... allen voran Henne, Ellen, Ron, Robert usw... Alles in allem waren wir bestimmt knapp 20 Mann. Gegen 19 Uhr kamen dann die "Cranberries" auf die Bühne und rockten die Hütte. Die Kleine hatte ganz schön Pfeffer im Arsch! Links und rechts neben der Bühne waren Leinwände aufgebaut, wie wir sie bei Springsteen schon gesehen hatten. Und da dachte ich schon... Mensch, die Stones sind aber bescheiden geworden. Aber am Arsch! Direkt nach den "Cranberries" wurden die Leinwände einfach abgebaut. Ist schon klar – die Stones hatten natürlich eine überdimensionale Leinwand – 8-teilig und jedes Teil war 3x so groß, wie die von Springsteen – herrlich dekadent!
Mit großem PomPom kamen dann die Herren Jagger, Watts, Wood und Richards auf die Bühne und machten das, wofür ich Eintritt bezahlt hab. Sie waren einfach nur die "Stones". Irre! Man muss es einfach erlebt haben. Schon der Anblick dieser Typen war so unwirklich und skurril – einfach ein Erlebnis und ich war dabei!
Musikalisch hat es mich nicht vom Hocker gehauen! Das muss ich auch ehrlich sagen! Die Kochen alle nur mit Wasser und verspielen sich schon mal. Aber was soll's – hey, das sind die "Stones". Wer da die Leipziger Sängerknaben erwartet, sollte das Eintrittsgeld lieber 'nem Kindergarten spenden! Alles in allem war es sehr beeindruckend – viel Feuer, Licht und Show und eben das Gefühl, die "Stones" live erlebt zu haben. Nach ziemlich genau 2h Konzert und genau einer Zugabe war es dann aber schon vorbei! Nochmal ein Feuerwerk zum Abgang und Schluss!
Das was dann abging, war echt die Hölle! Wenn ... 60.000 Menschen versuchen, durch ein Nadelöhr zu gehen... Vor der nächsten U-Bahn-Station das gleiche Bild – Menschen, Menschen, Menschen!!! Nachdem wir 1h aus dem Stadion gebraucht haben und dann eine weitere Stunde gebraucht haben, um vergebens in eine U-Bahn zu kommen, haben wir dann ein Taxi mehr oder weniger gekapert und sind so einmal quer durch Berlin bei Nacht geschossen – war auch schön!
Am Bus angekommen hab ich mich direkt ganz nach hinten auf die Boxen gelegt und gepennt, bis Jena. Da sind wir dann so gegen 5 Uhr angekommen, Knülle wie Hulle, aber trotzdem glücklich!!! derMax