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13. Juni 2003 Wismar – Hafenfest

Nachdem wir von dem sonoren Schnurren der vorbeifahrenden LKW's geweckt wurden, standen wir gegen 10 Uhr auf.
Bei Tageslicht sah unsere "verborgene" Schlafstätte gar nicht mehr so versteckt aus.
Im Prinzip lagen wir direkt auf der Straße, ca. 10m von einem Autobahnzubringer weg. Und da hatten wir unser großes Zelt aufgestellt. Großes Tennis!

Na ja, abgebaut und aufgesessen... Körperhygiene ging ja nicht, außer vielleicht das Bad in einer Pfütze... Also suchten wir den nächstgelegenen großen Rastplatz auf und bestellten erst einmal ein Königsfrühstück für die Könige! Bei frischen Brötchen und Kaffee haben wir dann noch einmal das Springsteen-Konzert und die letzte Nacht Revue passieren lassen. Mit Klogängen und Zähneputzen hat das ganze dann auch gute 2h gedauert. Dann ging es wieder rauf auf die Autobahn gen Wismar.
Das Wetter war mal wieder herrlich! Sonne, Sonne, Sonne! Kurz vor Wismar haben wir dann noch einmal einen kleinen Zwischenstop in 'nem Supermarkt gemacht, um die Alkoholvorräte aufzufüllen. Manchmal hatte ich das Gefühl, meine Jungs saufen das Zeug wie Wasser... Ich bin da ja ganz anders...! Limo und Milch! Ja, ihr lieben Schwiegermütter – es gibt sie noch, die Traumschwiegersöhne...

Nun gut, gegen 15 Uhr sind wir in Wismar angekommen. Da wir ja letztes Jahr schon hier waren, haben wir alles schnell gefunden. Unser Hotel war direkt am Hafen. Also Klamotten raus und ab auf die Zimmer. Atze und Fussel haben sich erst einmal aufs Ohr gehauen. Der Rest von uns hat sich intensiv entkeimt und für den Abend chic gemacht. Den frühen Abend verbrachten wir dann bei den netten Frauen im Organisationsbüro, welche für unser leibliches und seelisches Wohl sorgten. Neben Kaffee und Cola gab es lecker Schnittchen und Wein... ach einfach schön!

Gegen 20 Uhr sind wir dann zur großen Bühne im Hafen gegangen. Den Bus hatten wir direkt daneben geparkt. So mussten wir nicht weit laufen. Da schon eine komplette Anlage auf der Bühne stand, hielt sich der Aufwand beim Aufbau auch in Grenzen. Und als das Landespolizeiorchester fertig war, konnten wir dann auf die Bühne. Das hat doch mal Stil! Wer hat schon ein komplettes Orchester aus Polizisten als Vorband?!? Schönet Ding! Also aufgebaut und mitgemacht.
Pünktlich 20:30 Uhr haben wir dann mit dem Konzert begonnen – natürlich mit dem in Frankfurt geprobtem Intro – geil!!!
Dann ging es auch direkt weiter mit Viel zu sehr" usw... herrlich! Große Bühnen, große Anlagen, große Monitore (und laut waren die...!!!) und extra einen Monitormann auf der Bühne, der einen geilen Sound für uns auf der Bühne machte. Was kann schöner sein!?
Der Platz vor der Bühne füllte sich dann auch immer mehr und so konnte ich die Leute mit meinen Geschichten zulabern! Es war aber auch eine ganz seltsame Stimmung. Man konnte herrlich die Sonne überm Hafen untergehen sehen – idyllisch, ehrlich!

Angeregt von dieser Stimmung nutzten wir die komplette Bühne für die Darbietung unserer musikalischen Künste...
Nach 1,5h sollte eigentlich Schluss sein. Aber wir haben uns dann noch eben 'ne halbe Stunde Zugaben aus dem Rücken geschnitten und gegen 22:30 Uhr war dann Schluss! Leider! Ich hätte noch Stunden spielen können. Aber der DJ, der nach uns auf die Bühne wollte, guckte schon immer ganz böse, als ich eine Zugabe nach der anderen ankündigte. Na egal, da musste er durch!
Also schnell wieder eingepackt und die Klampfen im Bus verstaut. Und da war er schon wieder vorbei... der Auftritt, um den wir unsere ganze Ostseetour gestrickt hatten. Und was bleibt? Nur die Erinnerung! Schön war's, aber viel zu schnell vorbei. Das haben sich dann wohl auch die netten Damen der ORG gedacht. Denn die kümmerten sich weiter liebevoll um uns und führten uns auf dem Festgelände umher. So mancher von uns ließ sich sogar zu einer Riesenradfahrt überreden! Nee, dat is nix für mich!

Auf jeden Fall ging es heiß her! Und als der Festplatz dann gegen 1 Uhr geschlossen wurde, wechselten wir in ein nahegelegenes Lokal. Im "New Orleans" ließen wir es dann noch einmal richtig krachen. Bis morgens um 6 Uhr versuchten wir alle Rekorde zu brechen.
Und... wir haben uns selbst ein Denkmal gesetzt. Ich glaube, speziell Basti wusste dann nicht mehr, was er eigentlich mit sich anfangen sollte... Der hatte da Dinge in der Hand, die ich nie sehen wollte!
Schade, dass es davon keine Fotos gibt! Oder vielleicht ist es auch besser so! derMax