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7. Juni 2003 Bremen – Fährhaus

Nachdem wir auch in der vorherigen Nacht nicht wirklich viel geschlafen hatten, ging es gegen Mittag dann von Börgerende in Richtung Bremen. Das Wetter war auch an diesem Tag einfach nur viel zu warm. Selbst wenn wir am Vorabend nicht dem Alkohol zugesprochen hätten und um 20 Uhr ins Bett gegangen wären...
Aber gut, Mittag gab es lecker bei BurgerKing, was das Wohlbefinden der gesamten Mannschaft nicht unbedingt steigerte - aber egal!

Nach ein paar Stunden Fahrt und wiederum unendlichen Lachflashs bei Atzes "Meisterwerken", die wir mittlerweile fast alle auswendig konnten, kamen wir gegen 17 Uhr in Bremen an.
Das Fährhaus liegt ziemlich zentral, am Wasser und direkt im Hafen – wo sonst!?
Der Chef nahm uns herzlich in Empfang, zeigte uns die Bühne, unsere Zimmer, Dusche... Das war alles sehr lecker. Gut, die Bühne war nicht sonderlich groß, aber der Laden war so ein typischer Musikerschuppen, mit Klampfen und Bildern von Musikern an der Wand... So wurde auch erst einmal nicht gefragt, wann wir fertig mit Aufbauen sind, sondern was wir essen wollen! Da wir alle noch BurgerKingverseucht waren, lehnten wir dankend ab und begannen mit dem Aufbau. Also Oberkörper frei, man zeigt gerne was man hat, und dann los. Mitten in 'nem Kneipenviertel im Hafen zog das natürlich die Blicke auf uns. Naja, auf Ralph vielleicht nicht, aber auf Atze oder Fussel z.B. oder wie heißt doch gleich der junge, dynamische, gutaussehende Sänger dieser schmucken Kapelle...? Max! Genau! Ja, der zog...!

Aber gut, der Wirt war von so viel Ehrgeiz und Elan total überrascht. Er hat wohl schon Bands erlebt, die erst einmal die Theke leer gesoffen haben, bevor sie aufgebaut haben. Aber wir doch nicht! Selbst das sensationelle Spiel der deutschen Nationalmannschaft ließ uns kalt.
Aufgebaut war diesmal nicht so schnell, weil halt wirklich nicht viel Platz war. Aber dafür hat der Soundcheck umso länger gedauert. Es war Fussels erste große Bewährungsprobe am Mischpult. Da wurde noch viel probiert und getestet. Irgendwann lief dann aber alles. Also konnten wir erst einmal duschen und Nahrung aufnehmen.
Der Chef klärte dann noch eben die allgemeinen Regeln im Lokal, gab uns unser Geld und den Schlüssel zum Abschließen des Lokals! Das hab ich so auch noch nie erlebt. Aber er musste morgens wieder raus und einer muss es ja tun!

Na ja gut... da war mir doch schon jetzt klar, wo der Abend endet – Vollziehung!
Gegen 22 Uhr füllte es sich langsam. Wobei man sagen muss, dass die meisten noch draußen saßen, weil das Wetter wirklich klasse war. Aber kurz nachdem wir angefangen hatten, kamen sie dann auch rein! Basti ließ es sich auch an dem Tag nicht nehmen, seine Polenhose aufzutragen. Aber zum Glück sitzt der nur...
Das Bremer Publikum zeigt sich erstaunlich begeisterungsfähig, was hoffentlich nicht nur am Konsum von Alkoholika lag... Auf jeden Fall ging es gut ab. Zu Beginn lag der Altersdurchschnitt so bei 40? Ungefähr! Zum Schluss wurde es dann immer jünger. Wahrscheinlich ist das so üblich in Bremen. Aber gegen 0 Uhr kam dann noch mal ein ganzer Schwung von jungen Menschen. Da konnte ich dann doch das Programm von "Stones" auf "Sportfreunde" erweitern...
Na ja, zum Schluss bekam mal wieder keiner genug und nach einer Handvoll Zugaben und 2 zerstörten Saiten war dann gegen 2 Uhr auch Schluss! Abbauen konnten wir am nächsten Morgen und so gaben wir uns ausgiebig dem Genuss von obergärigen Beruhigungsmitteln hin. Ich glaube, es wurde wieder so gegen 6 Uhr morgens. Genau weiß das aber keiner mehr... derMax