16.05.03 Herrschdorf – Sommerfest
Das kleine Städtchen – ach komm, sind wir ehrlich – Dörfchen Herrschdoft liegt irgendwo zwischen Pössneck und Kahla. Genau so sah es dort auch aus - viel Wald, Land und Tiere…
Gegen Nachmittag war die Beladung von Bus und Hänger angeordnet. Da ich leider !!! arbeiten musste, konnte ich bei dieser widerlichen Tätigkeit leider nicht vor Ort sein. Stattdessen stand ich 3h im Stau (an dieser Stelle erwarte ich von jedem Leser ein ehrliches Mitleidsgesicht!). Irgendwann gegen 18 Uhr war ich dann auch in Herrschdorf angekommen. Gespielt haben wir dort in einem relativ großen Zelt – natürlich nicht beheizt, was uns gegen Abend noch ganz schön zu schaffen machen sollte…
Die Bühne stand, die Anlage stand auch und sogar das Schlagzeug und Verstärker waren schon funktionsbereit. Geht doch! Das man mit den Jungs immer erst schimpfen muss!
Also hab ich kurz meine Gitarren ausgepackt und zum ersten Mal meinen Sender für ein schnurloses Gitarrenspiel ausprobiert. Und…? Alles ging! Watt für ein Tag.
Nach dem Soundcheck war dann erstmal eine ausgedehnte Runde Fussball angesagt. Als support an diesem Abend waren „SIXPAC“ gebucht. Die vertrieben sich währenddessen die Zeit auf der Bühne.
Das Fussballspiel war mal wieder ne Wucht. Während Mick und ich durch extremes Feingefühl (das kennt man ja von uns…) und perfekte Ballbeherrschung glänzten, stolperten Ralph und Basti über die Wiese und machten ihrem Namen als Körperklaus und Bewegungslegastheniker wieder mal alle Ehre!
Nach der obligatorischen Bratwurst waren wir dann nicht mehr laufbereit und vertrieben uns die Zeit an einer Torwand.
Der Clou des Abends war, dass jeder Gast einen Schuss auf die Torwand frei hatte. Wer traf, kam um den Eintritt drum rum. Um es mal gleich vorweg zu nehmen…Alle mussten zahlen, wirklich alle!!! Vielleicht lag es ja an der Anwesenheit von Katja und Alex, welche für uns an diesem Abend den Eintritt gemacht haben…ich weiß es nicht!
An der Torwand spielte Basti´s körperliche Behinderung dann nicht mehr so die tragende Rolle und so kam es, dass er dann doch fast zu einem ernst zu nehmenden Mitbewerber um die Krone des Torwandkönigs wurde. Das Ergebnis des Wettbewerbs habe ich aus Selbstschutzgründen vergessen!
Egal, gegen 22 Uhr haben dann „SIXPAC“ begonnen den Eispalast zum Auftauen zu bringen. Naja, jedem das seine - aber die Burschen und Mädchen waren ja auch noch verdammt jung…
Ich war dann wirklich froh, als wir dann endlich loslegen konnten. Die kalten Finger wurden Ruck Zuck am Griffbrett heiß gespielt. Auf der Bühne war ein wirklich fetter Sound und die Leute waren schon beim 1.Lied auf der Tanzfläche. Von daher war es eigentlich ein leichtes Spiel an dem Abend.
Eine wild gewordene Herde von unglaublich jungen und wenig bekleideten Mädels sorgten zusätzlich mit dem Schwingen ihrer Hüften am Bühnenrand für extreme Temperaturen bei meinen Mitmusikanten. Da ich sittlich und moralisch gefestigt bin, lasse ich mich von dieser Form der weiblichen Verlockung gar nicht provozieren…
Stattdessen verfeuerte ich meine Energie in Sprung und Tanzeinlagen. Diese relativ koordinierten Bewegungen aber blitzschnell ausgeführten Bewegungen führten nicht selten direkt an Ralph Peter Jürgens dickem Riecher vorbei. Manchmal auch … Egal – das Ding ist aber auch riesig!
Irgendwann gegen 2 Uhr war dann Schluss. Nach dem ein oder anderen AUSFÜHRLICHEN Gespräch mit dem fast ausschließlich weiblichen Publikum räumten wir dann langsam das Feld und fuhren müde aber glücklich nach Hause.
Herrschdorf – ein Sommerfest, wie man es sich vorstellt.
derMax