12. April Jena – Bootshaus
Die legendäre, alljährliche Geburtstagsparty in Jena und wir wieder mit von der Partie. Ne Hand voll „Jungunternehmer“ feiern sich und ihren Geburtstag und laden dazu ne ganze Menge Freunde ein. Als wir gegen Nachmittag vom Geburtstagskind Markus empfangen wurden, zeigte er uns erst mal die Räumlichkeit. Die fiel dieses Jahr auf Grund eines Irrtums dann doch ein wenig klein aus. So haben wir uns dazu entschieden auch genau so klein aufzubauen. Aber alles zu seiner Zeit.
Erst mal Fußball kucken im Cheers, dann wieder raus zum Bootshaus, was essen – wir hatten ja Zeit.
Nach dem Essen dann ein großes Match auf dem Rasen, der die Welt bedeutet. 2 gegen 2, Mick und Atze gegen Basti und mich. Oder anders formuliert... Not gegen Elend auf 10x20m – ganz großer Sport!
Ich hab keine Ahnung, was die beiden Blindschleichen dazu bewogen hat, diesen ungleichen Kampf anzunehmen, aber Basti und mir – oder sollte ich lieber sagen – Figo und Zidane war es völlig egal! Durch geniale- abgeklärte Spielweise, technische Raffinesse und der Gabe Gottes gelang es uns, das Spiel sicher zu führen und mit einem komfortablen 4:4 in die Pause zu gehen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die 4 Tore für die Mannschaft von Einauge und Hinkefuss, allesamt Gastgeschenke im Rahmen der Aufbauhilfe für schwer vermittelbare Fußballer waren. Leider Gottes verloren die beiden Gehbehinderten Luftlochschiesser durch diesen Zwischenstand derartig die Bodenhaftung, dass sie doch Tatsächlich glaubten, die Fußballgötter des mittleren Saaletals in ihrem Spiel besiegen zu können. Da das natürlich auf normalem Wege völlig ausgeschlossen ist, wanden die Luftpumpen alle unerlaubten Tricks an, um uns am Sieg zu hindern... widerwärte Fouls, unfaires Nachtreten, zeitschindendes Ball wegschlagen sind nur ein Auszug aus der Littannei der Unsportlichkeiten des blinden Duos. Als all dies dann auch nicht mehr half, erklärten die beiden dann eben alle von uns geschossenen Tore als nicht im Tor und fertig war der Sieg. Wahre Sieger tragen dieses natürlich mit Würde. Da wurde nicht gemeckert und moniert sondern gekämpft, gezaubert und trotzdem verloren. Naja....
Gegen 21 Uhr konnten wir den Rasen der Schande dann verlassen und aufbauen. Wobei Aufbauen dann doch ein wenig zu viel versprochen wäre. 4 Monitore, 2 akustische Gitarren, ein kleines Schlagzeug und ein Bass waren alles, was wir brauchten – und es sollte reichen! Wir brauchten ca. 15 Minuten vom Bus öffnen bis zum „Soundcheck“. Fertig war der Lack! Also wieder rein ins Getümmel und abgefeiert. Das Bootshaus war logischerweise randvoll – schließlich gab es alles auf Lau... die Stimmung war dementsprechend gut. Gegen 22:30 Uhr war es dann Zeit für uns. Und vom 1. Ton an war alles gut! Die Leute tanzten, lachten und sangen... schönet Ding! Man muss ehrlicher Weise gestehen, dass die gute Stimmung in erster Linie an den Gästen als an uns lag.
Die waren einfach nur geil drauf. Und je später der Abend, desto besser wurde es...!!!
Gegen um 3 Uhr morgens und völlig hacke im Schädel war dann Schluss! Jetzt wurde endlich richtig getrunken und selbst getanzt...