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5. April Saalfeld – Safari

Saalfeld, Kneipensafari – immer ein Garant für gute Stimmung und eine volle Hütte.
Wie jedes Mal reisten wir schon gegen Nachmittag in Saalfeld an. Aber entgegen der normalen Besetzung mussten wir an diesem Tag auf unseren Henne verzichten. Der musste ganz erdig Geld verdienen und das auch noch in Düsseldorf. Da das alles sehr kurzfristig kam, hatten wir natürlich auf die Flinke nicht gleich einen Ersatzmann an Bord. Aber zum Glück hat man ja Freunde!
Unser Phillip erklärte sich um 14:55 Uhr spontan bereit mit uns um 15:00 Uhr nach Saalfeld zu fahren und für uns den Ton zu machen – quasi als Henne-Ersatz.
Das fing doch schon mal gut an. Also Anlage aufbauen und Soundcheck machen... Da Phillip im wahren Leben Entertainer und Musiker ist und kein Techniker, gestaltete sich der Aufbau ein wenig schwierig. Aber gemeinsam sind wir stark und nach nur 2 Stunden stand der ganze Kram und war verkabelt. Doch die Geschichte wäre ja langweilig, wenn nicht noch etwas schief gegangen wäre. Unsere Anlage meinte, es würde völlig ausreichen, wenn sie nur links Musik spielen würde. Das sahen wir natürlich anders. Und so versuchte unser McGyver sich mal wieder in der Fehleranalyse. Nach 150 verschiedenen Steckvariationen, Kabeltauschaktionen und Scheißerufen blieb unserem Ralph nichts weiter übrig als die Endstufe auszubauen und zu öffnen. Hier sollte also das Problem liegen. Aha! Als das Ding offen war schaute selbst unser Ralph Peter Jürgen relativ ratlos aus der Wäsche. Und mit den Worten „was weiß ich, was hier kaputt ist!“ Na gut, wir haben uns dann natürlich von dieser Hilflosigkeit anstecken lassen und völlig hektisch versucht, auf die Schnelle noch eine neue Endstufe zu organisieren. Doch als Ralph alle 50 Schrauben wieder zusammengezimmert hatte – ging das Ding einfach wieder!!! Irre!!! Ralph kann einfach alles am Gerät!

Na ja, nach diesem heißen Schock und 2h voller Panik ging es dann erst mal zum Essen. Wie immer im Hotel – lecker!
Pünktlich um 20 Uhr ging es dann auch schon wieder los. Das ist dann immer der blöde Teil des Abends, weil sich zu diesem Zeitpunkt grad mal 20 Gäste im Raum befanden. Aber was solls?! Wenn wir anfangen zu spielen zählt das alles eh nichts mehr. Und die Leute die da waren, waren auch schon recht gut drauf! Und Ruck-Zuck sollte sich der Saal doch tatsächlich füllen – wie jedes Jahr! Erste Runde, Zweite Runde – gut aber noch verhalten. Mitten in der 3.Runde dann der nächste Hammer... Meine Gitarre gab keinen Laut mehr von sich, nix, nüschte, njente...! Also Aufregung, Hektik und Spannung Teil 3. Ich weiß nicht wie – aber irgendwie ging dann alles wieder und wir konnten das Ding schön locker über die Latte fausten. Wie immer zum Schluss wurde der Saal immer voller und die Stimmung immer besser. Aber gegen 02:30 Uhr war dann Schluss. Ende Gut – alles Gut!

Da wir noch alle recht gut drauf waren, sowieso noch ein paar sehr nette Mädels den Abbau beobachtet hatten, die Jungs von „Stearic“ noch vorbeischauten und weil auch die Belegschaft des Hotel noch feiern wollte, haben wir kurzerhand dann noch die Akustikgitarre rausgeholt und das beste von „Abba bis Zappa“ interpretiert! Schönet Ding! Nach so viel Aufregung am ganzen Tag hatten wir uns dieses Ende auch redlich verdient! Und weil es so schön war – am 27.09. gleich nocheinmal. derMax