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15. März 2003 - Naumburg "Kaktus"

CityNightlife in Naumburg: eine Bank für gute Stimmung und volle Häuser!
Im "Kaktus" sollten wir vor einem Jahr schon einmal spielen. Da war es draußen aber bitterkalt und das Zelt kein Zelt!. Diesmal war alles schön!

Unglaublich müde und verkatert (nach der Hava waren wir erst gegen 7 Uhr zu Hause) kamen wir gegen 17 Uhr im Kaktus an. Es war nicht unbedingt warm. Aber im Vergleich zum Vorjahr geradezu tropisch. Und dann war das Zelt auch noch dicht und beheizt - irre!
Also ausgepackt und aufgebaut: Eingespielt wie wir sind, dauerte das auch nur 2 Stunden. Die Scanner an so einem Zeltdach aufzuhängen, stellte sich als echte Aufgabe heraus. Aber McGyver löste das Problem auf seine Art - Kabelbinder! Da kriege ich jetzt noch Angst!

Egal, irgendwann ging dann alles und wir waren überrascht, wie laut wir machen durften. Normalerweise scheißt uns Henne regelmäßig an, weil wir beim Soundcheck zu laut sind - diesmal nicht. Das ließ doch hoffen! Also Pizza bestellt und die Zeit mit Skat überbrückt. Nachdem jeder nur ca. die Hälfte seiner Pizza geschafft hatte und alle pappensatt in ihren Stühlen hingen, dachte ich, die müssen uns schon auf die Bühne tragen, falls hier noch was passieren soll. Aber alles wurde gut.
Gegen 21 Uhr kam dann mein Brüderchen und meinte, daß wir jetzt wirklich mal anfangen könnten, weil das Zelt schon langsam zu voll wird.
Da blieb keine andere Wahl. Aber als wir ins Zelt kamen und die Leute gesehen haben - ach herrlich!
Vor dem ersten Ton kehrte so richtig Ruhe ein - ein sehr schönes Gefühl. Genau passend zu unserem Opener - "one".
Der Rest ist dann wieder schnell erzählt: laut, geile Stimmung, viele Leute - eben Naumburg!!! In meinem Spiel- und Tanzwahn wäre ich das eine oder andere Mal fast auf die Fresse gefallen, weil hinterhältige Gitarrenständer sich plötzlich und unerwartet in meinen Weg stellten.
Zum Glück haben wir einen Bassisten, der zwar schon angegraut ist, aber in Sachen Reaktion durch geradezu pantherhafte Agilität besticht!
Mick's Highlight war dann "Beton". Den Song, den er alleine, voller Inbrunst singt und bei dem er an diesem Tag einfach nur Text und Melodie nach dem 1. Takt vergessen hatte. Er kam genau bis zu "dumpf dröhnt es aus dem Beton" und dann war Schluß. Schönet Ding!
Geil war auch, wie der Veranstalter - Mike Schlenzig - mitten in einem Song auf die Bühne kam und sich neben mich stellte. Ich wußte nicht, was ich mit dem anfangen sollte: Weil zum Strippen hat er nicht die Figur und zum Singen nicht die Stimme und n'en 2. Bassisten brauchen wir nicht! Ich hab Dich lieb, Ralph! Ehrlich! Egal, nach dem Song drehte sich Mike zum mir, drückte mir einen Bündel Geldscheine in die Hand und 'ne Quittung und meinte "Hier, die Gage - unterschreib". Keiner macht so etwas, aber Schlenzig's Mike - is klar! Das macht wahrscheinlich am deutlichsten klar, wie die Stimmung an dem Abend war: Genial! Das ganze ging dann wieder viel zu lange, aber doch nicht lange genug - auch Naumburg eben!

Ich freue mich auf das nächste Mal! - derMax